Die
Anfangsdiät



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Um den Darm auf die Ernährungsumstellung durch die spezielle Kohlenhydratdiät (SCD) einzustimmen, wird dringend empfohlen, zu Beginn die sogenannte Anfangsdiät durchzuführen.
Bei bestehenden Symptomen wie Durchfall oder Krämpfen sollte sie fünf Tage lang eingehalten werden.
In anderen Fällen reichen ein oder zwei Tage aus.

Diese Speisen, zubereitet nach den im Anschluss
folgenden Rezepten, stehen zur Auswahl:



                           Die Anfangsdiät der SCD

   •  selbstgemachte Hühnersuppe
   •  gedünsteter Fisch
   •  gekochte pürierte Möhren
   •  selbstgemachte Frikadellen aus reinem Rinderhack
   •  selbstgemachter SCD-Quark (= abgetropfter, selbstgemachter                                                             laktosefreier SCD-Joghurt)
   •  Eier (gekocht, pochiert oder als Rührei) - nicht jedoch bei sehr
                                                                            starkem Durchfall!
   •  selbstgemachter SCD-Käsekuchen
   •  selbstgemachter SCD-Wackelpudding
   •  Getränke: - Wasser
                         - Pfefferminztee
                         - schwacher schwarzer Tee
                         - sehr schwacher Kaffee ohne Milch und Zucker
                         - zur Hälfte mit Wasser verdünnter reiner
                           Apfel- oder Traubensaft

Auch im Rahmen der Anfangsdiät müssen natürlich individuelle Vorlieben, Unverträglichkeiten und Allergien berücksichtigt werden, d. h. es müssen nicht zwingend alle der aufgeführten Nahrungsmittel verzehrt werden. Doch ist es wichtig, sich innerhalb dieses Rahmens strikt an die Diät zu halten.
Manchmal kommt es vor, dass nicht alle bei der Anfangsdiät
erlaubten Lebensmittel gleich vertragen werden.
Dies gilt besonders für Eier, SCD-Quark bzw. Joghurt und Säfte, gelegentlich werden auch Möhren nicht vertragen. Hier hilft es besonders, ein Ernährungstagebuch zu führen. Am besten vertragen werden im allgemeinen die Hühnersuppe (gegebenen-
falls ohne Möhren) sowie der gedünstete Fisch, doch hier gibt es
ebenfalls Ausnahmen, so dass keine allgemeingültigen Aussagen
gemacht werden können.
Wurde in der Vergangenheit eines der erlaubten Lebensmittel nicht vertragen, so sollte es für kurze Zeit (ca. 1 Woche) gemieden werden und dann in kleinen Portionen erneut versucht werden.
Wenn es immer noch Probleme bereitet, sollte es weggelassen werden. Manchmal ist dann ein erneuter Versuch nach längerer Zeit erfolgreich.

Nach der Anfangsdiät sollte wie folgt vorgegangen werden:
Um die Reaktionen des Körpers genau beobachten zu können, sollte pro Tag jeweils nur ein neues erlaubtes Nahrungsmittel eingeführt werden. Dies geschieht am besten so, dass man nur eine kleine Menge von dem betreffenden Nahrungsmittel zu sich nimmt und dann einen Tag abwartet. Wenn es zu keiner negativen Reaktion kommt, kann die Menge des neuen Nahrungsmittels langsam erhöht werden.
Zunächst kann, wenn Krämpfe und Durchfall nachlassen, weichgekochtes und püriertes Gemüse aus der Gruppe der erlaubten Gemüsesorten probiert werden.
Solange der Durchfall nicht erheblich nachgelassen hat, sollte jedoch kein Gemüse der Kohlfamilie verwendet werden.
Obst darf nach ca. 2 Wochen eingeführt werden, es muss aber reif, geschält und gekocht sein wie beispielsweise selbstgemachtes Apfelmus aus geschälten Äpfeln. Bis sich der Durchfall gelegt hat, sollte überhaupt keine Rohkost gegessen werden.
Reife Bananen dürfen als erstes roh probiert werden.
Wichtig: Die Bananen müssen eine braun gesprengelte Schale haben und sich leicht zerdrücken lassen, denn nur dann wurde
die in unreifen Bananen noch enthaltene Stärke in einfache Kohlenhydrate umgewandelt. Zunächst kann man vorsichtig
mit einer Viertel Banane beginnen.

Weitere Informationen finden sich im Buch von Elaine Gottschall.


Die Rezepte der Anfangsdiät:

Hühnersuppe:

Einen großen Topf zu einem Drittel mit Hähnchenschenkeln
füllen, mit Wasser und Salz auffüllen, einmal aufkochen lassen,
den entstandenen Schaum mit einer Schöpfkelle abschäumen.
6 - 8 Möhren (oder mehr, je nach Topfgröße!) in Stücke
schneiden, in die Suppe geben und alles 4 Stunden lang
ganz leicht köcheln lassen.
Dann die Suppe durch ein Sieb gießen.
Von den Hähnchenschenkeln die Haut entfernen und
das Fleisch abpulen. Die Möhren im Mixer oder mit
dem Pürierstab pürieren.
Von der Suppe die obere Fettschicht abschöpfen, das
Fleisch kleinschneiden und wieder zur Suppe geben.
Eventuell noch mit Salz abschmecken.
Das Möhrenmus wieder in die Suppe rühren oder extra
essen bzw. bei Unverträglichkeit ganz weglassen.
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Gedünsteter Fisch:

Frischen oder aufgetauten tiefgekühlten Fisch (z. B. Lachs, Seehecht, Seelachs etc.) salzen, in einem Topf ganz wenig Wasser (ein Fingerbreit hoch) und eventuell etwas Butter oder Olivenöl erhitzen, den Fisch hineinlegen und bei geschlossenem Deckel wenige Minuten garen (nicht zu lange, sonst wird er zäh - öfter mal kontrollieren!).
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Pürierte Möhren:

Möhren schälen, in Stücke schneiden und mit wenig Wasser, Salz und evtl. etwas Butter im geschlossenen Topf sehr weich garen, danach im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren.

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Frikadellen aus reinem Rinderhack:

Reines Rinderhack mit Salz würzen und flache Frikadellen (wie
für Hamburger) daraus formen. Im Ofen bei eingeschaltetem Grill garen, dabei zwischendurch einmal wenden.
Eine andere Möglichkeit ist es, die Frikadellen in einer
beschichteten Pfanne ohne Fett (oder mit nur sehr wenig Fett)
zu braten.

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SCD-Quark:

Zunächst laktosefreien SCD-Joghurt (24 Stunden fermentiert) herstellen. Wie das geht, steht hier.
Der Joghurt sollte gut gekühlt sein.
Ein Sieb mit einem sauberen Baumwolltuch auslegen und
in eine Schüssel stellen. Den Joghurt auf das Tuch geben
und 6 - 8 Stunden abtropfen lassen. Der Joghurt muss dabei
nicht kühl gestellt werden.
Um diesen Prozess abzukürzen, kann man auch das Tuch
an den Enden zusammendrehen und die Flüssigkeit durch
Wringen herauspressen. Diese Methode funktioniert jedoch
nur für kleine Mengen Joghurt (bis zu 200 g), für größere
Mengen Quark muss man die Prozedur öfters wiederholen.
Zum Schluss den SCD-Quark aus dem Tuch kratzen.
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SCD-Käsekuchen:

3 Eier
500 g sehr fester SCD-Quark (dafür benötigt man Joghurt aus
ca. 1 Liter Milch)
100 ml flüssiger Honig
1 gestrichener Teelöffel Vanillepulver (ungesüßt, Reformhaus)

Alle Zutaten mit einem Mixer gut verrühren.
Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform
füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 °C ca. 30 Minuten
backen. Die Kuchenränder sollten gebräunt sein.
Vor dem Servieren kühl stellen.
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SCD-Wackelpudding:

12 Blatt weiße Gelatine in reichlich Wasser einweichen.
3/4 Liter reinen Apfel- oder Traubensaft mit 1/4 Liter Wasser
verdünnen. Wichtig: zu Säften bitte hier nachlesen. Der Apfelsaft muss den Aufdruck "Ohne Zuckerzusatz" haben.
Den verdünnten Saft in einem Topf erhitzen (nicht kochen).
Die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in den Saft rühren - dabei löst sie sich auf.
In eine Schüssel füllen, abkühlen lassen und im Kühlschrank fest werden lassen.

SCD-Kochschule





 






 
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